Depression verstehen und überwinden.
Depression Behandlung

Depression verstehen und überwinden.

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„Ich bin unglücklich…ich fühle mich niedergeschlagen…ich kann mich zu nichts aufraffen…ich bin einfach lustlos und schlecht drauf.“ Jeder Mensch kennt solche Phasen der Traurigkeit und Lustlosigkeit, denn sie gehören zum Leben dazu. Doch in der Regel gehen sie nach einer gewissen Zeit wieder vorüber und die schönen Seiten des Lebens dringen wieder in den Vordergrund. Menschen, die jedoch an einer Depression erkrankt sind, leiden über einen wesentlich längeren Zeitraum an negativen Gefühlen und Gedanken, die sie in ihrem alltäglichen Leben stets verfolgen und ihre Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Betroffene haben das Gefühl, in einem tiefen Loch festzusitzen, aus dem sie nicht mehr herauskommen. Sie sind von Hilflosigkeit und Selbstzweifeln geplagt, doch nicht immer ist der Grund für das Auftreten einer Depression ersichtlich. Alltagsaktivitäten wie das morgendliche Aufstehen oder der Gang zur Arbeit werden zur Herausforderung für Betroffene. Sie ziehen sich zurück und nicht selten werden der Partner, Freunde und Familie vernachlässigt. Der nächtliche Schlaf ist nicht mehr erholsam, muskuläre Verspannungen und Konzentrations-schwierigkeiten können die Folge sein.

Wann besteht eine Depression?

Depressionen gehören zu den primären, affektiven Störungen, bei der die Stimmungslage eines Menschen betroffen ist und zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Die differenzialdiagnostische Abgrenzung zu „normalen“ Verstimmungen erfolgt in Abhängigkeit von der Dauer, Intensität und der Ausprägung der Symptomatik. Zu den Kernsymptomen einer Depression zählen Freudlosigkeit, gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit und Interessensverlust. Der Verlauf und Schweregrad der Erkrankung verläuft individuell verschieden. Depressive Episoden können wiederholt auftreten (rezidivierende affektive Störung), oder durch anhaltende (chronische), über mehrere Jahre bestehende depressive Episoden gekennzeichnet sein. Letztere wird als Dysthymie bezeichnet, deren depressiven Symptome deutlich schwächer ausgeprägt sind, aber mindestens über einen Zeitraum von 2 Jahren bestehen müssen. Das Krankheitsbild ist vielseitig, so dass nicht eine einzige Diagnose existiert. 

Was tun?

Fühlen sich seit längerer Zeit nicht gut, sind niedergeschlagen und haben Interessensverlust, so kann der erste Schritt darin bestehen, einen Arzt oder eine/n Psychotherapeuten/in aufzusuchen, die diagnostisch überprüfen, ob eine Depression bei Ihnen vorliegt. Alle weiteren Schritte in Bezug auf eine Behandlung, werden mit Ihnen durchgesprochen. Die Behandlung von Depressionen  basiert in der Regel auf einer Kombination zwischen der Pharmakotherapie (Antidepressiva) und der Psychotherapie. Vor allem mittels kognitiver Verhaltenstherapie können sehr gute Erfolge erzielt werden, so dass die medikamentöse Behandlung nicht im Vordergrund stehen sollte.  Bewegung und Sport wirken sich ebenfalls positiv auf das Krankheitsbild aus. 

Wichtig ist jedoch, die Depression zunächst als Erkrankung zu akzeptieren. Bleiben Sie geduldig, überfordern Sie sich nicht und seien Sie dazu bereit, Hilfe anzunehmen!