Stressfaktoren der modernen Gesellschaft und Auswirkungen auf die mentale Gesundheit
Stressmedizin

Stressfaktoren der modernen Gesellschaft und Auswirkungen auf die mentale Gesundheit

In der heutigen Zeit sind einem durch die Gesellschaft und dessen Fortschritte alle Türen geöffnet. Die Möglichkeiten der Selbstentfaltung scheinen endlos. Doch mit dieser Freiheit gehen Komplikationen einher. Komplikationen, die Ängste und Zweifel auslösen. Die Welt wirkt plötzlich gefährlich und unberechenbar. Veränderungen sind nun niemals positiv, sondern sind begleitet von der Sorge, sie könnten alles verschlechtern, was jetzt vielleicht noch gut ist. Die Stressfaktoren nehmen zu.

Stressfaktoren im Alltag

Der Alltag ist geprägt durch Unsicherheiten, der Wandel der Zeit bringt Unvorhersehbarkeit mit sich. Viele Probleme sind zu komplex, als dass man sich mit ihnen beschäftigen möchte. Mit dieser Vielzahl an Unbeständigkeiten kommen gleichzeitig die Zweifel an der eigenen Person.

Auswirkungen auf die mentale Gesundheit

Plötzlich fühlt man sich völlig hilflos und alleine gelassen. Trotz Familie und Freunden fühlt man sich unsicher und kann sich nicht auf diese verlassen. Man fühlt sich plötzlich nicht mehr als Teil der eigenen Gemeinschaft, fühlt sich losgelöst von der Gesellschaft. Das geht damit einher, dass man sich nicht mehr verstanden fühlt. Auf Hilferufe wird nicht reagiert, mit jedem Problem muss man sich selbst herumschlagen. 

Vielleicht gehen diese Selbstzweifel auch weiter und nagen an dem eigenen Selbstwert. Ein Gefühl von Wertlosigkeit breitet sich im eigenen Kopf aus, man selbst sei nicht so in Ordnung wie man ist. Ständig muss man sich verstellen, geht eigenen Wünschen nicht nach und dieses Verstecken hinter einer Maske verbraucht unheimlich viel Energie.

Eigentlich möchte man sich auf die Anderen verlassen. Meistens wissen es die Mitmenschen eh besser als man selbst, sie haben oft Recht und scheinen so problemlos durchs Leben zu gehen. Doch Sicherheit können einem die Mitmenschen doch nicht geben. Man kann ihnen nicht vertrauen, sonst wird man doch nur wieder enttäuscht. Es ist leichter, die Leute nicht mehr an sich ran zu lassen. Also funktioniere ich im Umgang mit anderen auch nur noch. Hauptsache man macht es allen Recht, um bloß nicht auf Ärger zu stoßen. Vielleicht wird man für seine Bemühungen sogar belohnt.

Wenn ich jedoch Fehler mache, dann bin ich wertlos. Ich habe es verdient, bestraft dafür zu werden. Eigentlich ist man ja nie so gut, wie die Personen um einen herum.

Diese Zweifel und Überzeugungen über sich selbst sind nach vielen Jahren oft bestätigt worden und nun tief verankert. Es fühlt sich scheinbar unmöglich an, diese Gedanken über sich ändern zu können. Versuche sind bisher gescheitert und bisher immer mit einem hohen Aufwand an Energie einhergegangen.

Resilienz gegen Stress und Stressfaktoren entwickeln

Verstärkt zeigt sich dieses Verhalten bei Menschen, die Stress vermehrt erleben oder die nicht in der Lage dazu sind, ihn zu bewältigen. Professionelle Unterstützung kann den Betroffenen Möglichkeiten zur Stressbewältigung aufzeigen, eine Verhaltenstherapie kann dabei gut helfen. Wirksam sind in diesem Zusammenhang bestimmte Übungen, die dabei helfen, Resilienz gegen Stress zu entwickeln und damit Lebensqualität zu steigern.