Schematherapie – Inneres Kind heilen und Depressionen überwinden
Schematherapie Dortmund

Schematherapie – Inneres Kind heilen und Depressionen überwinden

Was ist Schematherapie?

Die Schematherapie ist eine Therapieform, die auf Methoden der Verhaltenstherapie aufbaut und insbesondere kognitive und emotionale Elemente fokussiert. Besonders wichtig bei dieser Therapieform ist die wertschätzende Haltung des Therapeuten gegenüber dem Patienten.

Laut Faßbinder et al. (2016) sind Schemata geistige, dysfunktionale Konzepte von Gefühlen oder Gedanken, die in der Kindheit aufgebaut werden, unbemerkt automatisch ablaufen und verschiedene Muster beinhalten. Diese werden durch verschiedene Bewältigungsstrategien, wie Unterwerfung, Vermeidung oder Überkompensation, aufrechterhalten und können durch unterschiedliche Situationen aktiviert werden. Dies erklärt das Verhalten des Patienten in den jeweiligen Situationen.

Am Anfang der Behandlung lernt der Patient die Wirkmechanismen, die in der Therapie angewendet werden, kennen, um mit diesem Wissen und durch Unterstützung der Therapeuten den Zusammenhang zwischen seinen dysfunktionalen Schemata und seinem Gemütszustand zu sehen (Damm, 2010). Es wird mit dem Patienten eine Übersicht über die vorliegende Problematik, die ihn zu der Therapie bewegt hat, erstellt und versucht, diese Informationen in Zusammenhang zu den jeweiligen Symptomen zu stellen. Außerdem wird mit Schema-Fragebögen gearbeitet, um die gegebenen Schemamodi zu identifizieren. Weiter werden biografische Informationen zur Erklärung von problematischen Modi in Erfahrung gebracht. Hinzugezogen werden auch Informationen über die Beziehung relevanten Verhaltensweisen des Patienten.

Schematherapie und Modus – Modell

Aus diesen Informationsquellen wird dann gemeinsam mit dem Patienten ein so genanntes Modus-Modell erstellt, um Kenntnis über vorliegende Schemata für Therapeuten und Patienten nachvollziehbar darzustellen. Ein Modus steuert das Verhalten des Patienten, sodass das Empfindung, Annahmen und Verhalten innerhalb einer aktuellen Situation bestimmt werden. Jede Person hat funktionale und dysfunktionale Modi, die nicht immer gleichermaßen aktiv sein müssen und unbewusst ablaufen. Um dieses Verhalten verändern zu können, müssen diese Modi dem Patienten bewusst werden (Faßbinder et al., 2016). Zusammengefasst bedeutet dies, dass ein Schema durch einen Modus deutlich erkennbar gemacht wird (Damm, 2010).

Insgesamt gibt es vier Modi-Gruppen. Es wird zwischen dysfunktionalen Kindmodi, den dysfunktionalen Elternmodi, den dysfunktionalen Bewältigungsstrategien und dem Modus des gesunden Erwachsenen bzw. des fröhlichen Kindes unterschieden. Ziel der Arbeit mit dem Schemamodus-Ansatz ist, den Modus des gesunden Erwachsenen zu fördern (Damm, 2010).

Nach Roediger (2016) geht es in der Schematherapie darum, dass der Patient seine jeweiligen Schemata, die auf früheren Bindungserfahrungen basieren, kennen lernt und akzeptiert sodass er diese dysfunktionalen Schemata mit Hilfe der Therapeuten verändern kann.

Bedürfnisse als Ursache für Verhalten

Ungünstige Schemata entstehen in Verbindung mit in der Umwelt liegenden Faktoren und auch wenn Grundbedürfnisse in der Kindheit nicht oder nur unzureichend erfüllt sind (Faßbinder et al., 2016). Grundbedürfnisse nach Young et al. (2005) sind das Bedürfnis nach einer sicheren Bindung zu anderen Menschen, näherer Zuwendung und Akzeptanz, so wie das Bedürfnis nach Autonomie, nach Grenzen und Selbstkontrolle. Außerdem spielen auch die das Bedürfnis nach freiem Ausdruck von Gefühlen und Spontaneität und Spiel eine wichtige Rolle. Diese emotionalen Grundbedürfnisse sind für jeden Menschen gültig (Demert & Faßbinder, 2021).

Weiter kann man die Entstehung von dysfunktionalen Schemata als nicht kausal beschreiben und Gründe in dem Festhalten an ein Grundbedürfnis in der Kindheit oder in dem Verinnerlichen eines bestimmten Verhaltens der Bezugsperson sehen (Damm, 2010).  Schemata aus der Kindheit können lange unentdeckt bleiben, bis sie unter bestimmten Bedingungen aktiviert werden und so in dieser Form veränderbar sind (Roediger, 2016). Durch das Aktivieren der Schemata nimmt der Betroffene nicht nur sich selbst, sondern auch seine Umwelt so wahr, wie er es durch die Schemata gelernt hat (Damm, 2010). Somit sind die nicht erfüllten Bedürfnisse in der Kindheit als eine Ursache für das Verhalten in den jeweiligen Situationen anzusehen.

Schematherapie in der privaten Tagesklinik Dortmund

Die Schematherapie ist bei unterschiedlichsten Leiden (u.a bei Depressionen, Persönlichkeitsstörungen) sehr hilfreich. Ihre Wirksamkeit wurde in mehreren Studien nachgewiesen. Sie gilt als wissenschaftlich fundiert. Mit der Schematherapie in der Tagesklinik Dortmund lernen unsere Patienten „ das innere Kind zu heilen“, ihre Vergangenheit loszulassen, Selbstliebe zu spüren. Wir trainieren Stresstoleranz zu entwickeln und Emotionen zu regulieren. Lebensmuster und Lebensfallen zu verstehen. Mit der Schematherapie in der Tagesklinik Dortmund unterstützen wir unsere Patienten ihre Leiden zu überwinden und dadurch höhere Lebensqualität zu genießen.